🌏 Asia

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Asien beheimatet die ehrgeizigsten und technologisch fortschrittlichsten Eisenbahnsysteme der Welt. China betreibt das größte Hochgeschwindigkeitsbahnnetz des Planeten mit über 42.000 km eigener Trassen, die Hunderte von Städten mit Geschwindigkeiten von bis zu 350 km/h verbinden. Japans Shinkansen, der 1964 seinen Betrieb aufnahm, war Pionier der modernen Hochgeschwindigkeitsbahn und befördert heute über 420 Millionen Fahrgäste jährlich – mit einer Sicherheitsbilanz von null tödlichen Unfällen. Südkoreas KTX verbindet Seoul mit Busan in zwei Stunden und zwanzig Minuten, während Taiwans Hochgeschwindigkeitsbahn die gesamte Länge der Insel in neunzig Minuten überbrückt. Indiens Eisenbahnnetz ist das größte in Asien nach Gesamtstreckenlänge – Indian Railways befördert täglich über acht Millionen Fahrgäste auf 68.000 km Streckennetz. Das Land weitet seine Vande-Bharat-Halbschnellzüge rasch aus und baut seine erste Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mumbai und Ahmedabad mit Shinkansen-Technologie. Die Transsibirische Eisenbahn, die sich 9.289 km von Moskau nach Wladiwostok erstreckt, durchquert Zentral- und Ostasien und ist nach wie vor eine der großartigsten Langstreckeneisenbahnreisen der Welt – sie dauert etwa sieben Tage. Südostasien investiert erheblich in die Schieneninfrastruktur: Laos eröffnete 2021 seine erste Eisenbahn mit Anschluss an China, Thailand baut sein Hochgeschwindigkeitsnetz aus, und Vietnam plant eine bedeutende Hochgeschwindigkeitsstrecke von Nord nach Süd. Die Vielfalt der Bahnerlebnisse in Asien – von Schnellzügen, die am Fuji vorbeirauschen, bis zu historischen Bergbahnen in Sri Lanka – macht den Kontinent zu einem außergewöhnlichen Reiseziel für Bahnreisende.

Chinas Hochgeschwindigkeitsbahnnetz übersteigt 42.000 km – mehr als der Rest der Welt zusammen.

Japans Shinkansen ist seit 1964 in Betrieb und verzeichnet null Fahrgasttodesfälle bei Milliarden von Fahrten.

Indian Railways befördert täglich etwa 8 Millionen Fahrgäste und ist damit der größte Einzeltags-Schienenfahrgastbeförderer der Welt.

Die Transsibirische Eisenbahn ist mit 9.289 km die längste durchgehende Eisenbahnlinie der Welt.

Südkoreas KTX reduzierte die Reisezeit Seoul–Busan beim Start 2004 von viereinhalb Stunden auf zwei Stunden und zwanzig Minuten.

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Häufig gestellte Fragen

Shinkansen-Tickets können an JR-Fahrkartenschaltern (Midori no Madoguchi) an großen Bahnhöfen, an Fahrkartenautomaten oder über die JR-App erworben werden. Ausländische Besucher kaufen oft vor der Einreise einen Japan Rail Pass, der unbegrenztes Shinkansen-Reisen auf den meisten Strecken abdeckt (ausgenommen Nozomi- und Mizuho-Züge). Eine Buchung ist nicht zwingend erforderlich, wird aber für reservierte Sitzplätze auf stark frequentierten Strecken empfohlen.
Chinas Hochgeschwindigkeitsbahn ist für internationale Besucher zunehmend zugänglich. Tickets können über die Trip.com-Plattform oder an Bahnhofskassen mit Reisepass gebucht werden. Große Bahnhöfe haben englische Beschilderung und Durchsagen. Die Strecke Peking–Shanghai zum Beispiel dauert unter fünf Stunden und kostet einen Bruchteil eines vergleichbaren Fluges.
Der Japan Rail Pass ist der bekannteste und ist für 7, 14 oder 21 Tage erhältlich. Südkorea bietet den KR Pass für ausländische Besucher an. Indien bietet Indrail-Pässe für unbegrenzte Reisen im Netz an. Für mehrstufige Reisen gibt es keinen einzigen gesamtasiatischen Pass, daher sind länderspezifische Pässe oder Einzeltickets der Standardansatz.
Ja, obwohl sorgfältige Planung erforderlich ist. Die häufigste Überlandroute führt durch Russland über die Transsibirische oder Transmongolische Bahn. Man kann von London nach Peking in etwa 12 bis 14 Tagen reisen, mit einer Kombination aus Eurostar, deutschem ICE, polnischen und russischen Fernzügen sowie dem Transmongolischen Zug über Ulaanbaatar.
Die Darjeeling Himalayan Railway in Indien (UNESCO-Weltkulturerbe) windet sich durch Teegärten in Höhenlagen über 2.000 Metern. Die Strecke Kandy–Ella in Sri Lanka führt durch neblige Hochlandgebiete und gilt als eine der schönsten Bahnreisen der Welt. Japans Hokkaido-Strecken durchqueren weite Winterlandschaften, und die Qinghai-Tibet-Eisenbahn in China klettert auf 5.072 Meter über dem Meeresspiegel.
Für Entfernungen unter 600 km zwischen Stadtzentren ist die Hochgeschwindigkeitsbahn in Japan, Südkorea und China in der Regel schneller und bequemer als das Fliegen. Für längere Strecken oder grenzüberschreitendes Reisen ist das Fliegen generell schneller, bietet aber nicht die Bequemlichkeit von Stadtmitte zu Stadtmitte und das landschaftliche Erlebnis der Bahn.