🌍 South America

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Südamerikas Eisenbahnnetz ist nach globalen Maßstäben bescheiden, enthält jedoch einige der außergewöhnlichsten landschaftlichen Reisen der Welt. Das gebirgige Terrain des Kontinents, das Amazonasbecken und die gewaltigen Entfernungen machten den Bahnbau historisch enorm schwierig und teuer. Ein Großteil der kolonialzeitlichen Schieneninfrastruktur wurde gebaut, um Bergbau- und Agrarexporte von der Binnenlandschaft zu Küstenhäfen zu transportieren, und viele Strecken gerieten in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts mit der Ausbreitung von Straßen- und Luftverkehr in Vergessenheit. Peru Rail und Inca Rail betreiben den Zug nach Machu Picchu – eine der ikonischsten Bahnreisen des Kontinents, die von Cusco durch das Heilige Tal und entlang des Urubamba-Flusses nach Aguas Calientes führt. Argentiniens Zug zu den Wolken (Tren a las Nubes) klettert auf 4.220 Meter über dem Meeresspiegel in den Anden und gilt als eine der höchstgelegenen Eisenbahnen der Welt. Brasilien hat in Vorort- und Metrosysteme in São Paulo, Rio de Janeiro und anderen Großstädten investiert, während Langstrecken-Fernbahnverbindungen begrenzt bleiben. Regionale Investitionen in die Schiene nehmen zu. Brasilien und Argentinien haben Hochgeschwindigkeitsbahnprojekte zwischen ihren größten Städten erkundet, und Ecuador, Bolivien und Chile betreiben malerische Touristenbahnen in ihren Hochlandregionen. Für Reisende belohnt Südamerikas Schiene diejenigen, die dramatische Landschaften und einzigartige Erlebnisse suchen, anstatt die schnellen und häufigen Fernverbindungen Europas oder Ostasiens.

Perus Zug nach Machu Picchu gehört zu den meistbesuchten touristischen Bahnreisen Amerikas und befördert über eine Million Fahrgäste pro Jahr.

Argentiniens Tren a las Nubes klettert auf 4.220 Meter in den Anden und überquert auf seiner Route 29 Brücken und 21 Tunnel.

Brasilien betreibt Südamerikas größtes Metro- und Vorortbahnnetz, mit Schwerpunkt auf São Paulos 100 km umfassendem Metronetz.

Boliviens Expreso del Sur verbindet das Hochland von Oruro mit der chilenischen Grenze durch hochgelegene Altiplano-Landschaften.

Südamerikas Schienennetz umfasst etwa 65.000 km Gleis, wovon der Großteil ausschließlich dem Güterverkehr dient.

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Häufig gestellte Fragen

Züge nach Machu Picchu starten von Cusco (Bahnhof Poroy) oder Ollantaytambo und kommen in Aguas Calientes an, der Stadt am Fuß des Machu-Picchu-Berges. Die beiden Hauptbetreiber sind Peru Rail und Inca Rail. Tickets sollten Wochen im Voraus gebucht werden, insbesondere für die Vistadome-Panoramawagen und den Luxuszug Belmond Hiram Bingham.
Eine durchgehende Bahnreise durch ganz Südamerika ist aufgrund von Lücken im Netz, unterschiedlichen Spurweiten und fehlenden grenzüberschreitenden Verbindungen nicht möglich. Langstrecken-Fernreisen in den meisten südamerikanischen Ländern erfolgen hauptsächlich per Bus oder Flugzeug. Die Bahn eignet sich am besten für spezifische Panoramaabschnitte innerhalb einzelner Länder.
Argentiniens Tren a las Nubes (‚Zug zu den Wolken') gilt weithin als die dramatischste. Abfahrt in Salta, Aufstieg durch die Quebrada del Toro-Schlucht und Überquerung des 224 Meter langen und 63 Meter hohen Viadukts La Polvorilla auf 4.220 Metern Höhe. Die gesamte Fahrt dauert etwa 16 Stunden. Ecuadors Teufelsnase-Zugabstieg bei Riobamba ist ein weiteres legendäres ingenieurtechnisches Meisterwerk.
Brasiliens Fernbahn-Personenverkehrsnetz ist minimal. Das Land stellte in den 1990er Jahren die meisten Langstreckenzüge ein. Die S-Bahn São Paulo–Campinas und São Paulos Vorortbahnen sind gut ausgebaut, und Rio de Janeiro hat ein städtisches Schienennetz. Brasilien hat wiederholt eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen São Paulo und Rio de Janeiro geprüft, aber das Projekt hat den Bau noch nicht begonnen.
Ja, in mehreren Ländern gibt es malerische Gebirgsbahnen. Ecuadors Tren Ecuador führt kuratierte Touristenrouten durch, darunter den Teufelsnase-Zickzackabstieg. Bolivien unterhält ein Netz im Altiplano, das Städte wie Oruro und Uyuni bedient. Chiles historische Eisenbahn im Seengebiet verkehrt zwischen Temuco und Victoria. Diese Dienste richten sich an Touristen und fahren weniger häufig als reguläre Pendler- oder Fernzüge.
Touristenbahnen nach Machu Picchu, Argentiniens Tren a las Nubes und Ecuadors Tren Ecuador sind gut geführt, sicher und speziell für Besucher konzipiert. Allgemeine Sicherheitsstandards variieren je nach Land und Strecke. Für diese speziellen Touristenverbindungen wird die Vorausbuchung über offizielle Betreiber oder seriöse Reisebüros sowohl aus Sicherheits- als auch aus Verfügbarkeitsgründen empfohlen.